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Kolinsky
Rotmarderhaare
Das wertvollste und
teuerste Pinselhaar stammt von den Schweifhaaren des Kolinsky
Rotmarders, der den wissenschaftlichen Namen „mustela
sibirica“ ( großes sibirisches Feuerwiesel ) trägt. Der
Kolinsky lebt in Sibirien, aber auch in den nördliche
Provinzen Chinas und in Korea. Diese
Rotmarderart besitzt ein außerordentlich kräftiges und
zugleich feines, buschiges Fell mit extrem langen und
feinen Spitzen. Das Haar hat eine „bauchige Form“, d.h.
seine dickste Stelle liegt kurz hinter der Wurzel. Pinselfertig
hergerichtetes Kolinsky Haar liegt wesentlich über dem
Preis für die gleiche Menge Gold. Das in seiner Elastizität
und in der Feinausbildung unübertroffene Kolinsky Haar
wird daher nur für erlesene Aquarell- und Ölmalpinsel
verwendet.
Rotmarderhaar
Die Bezeichnung „Rotmarder“
ist ungenau, denn ein Tier dieses Namens existiert nicht.
Wenn wir von „Rotmarderhaaren“ sprechen, meinen wir
in der Regel das rotblonde Haar des Wiesels. Diese Marderart
kommt in Europa, Nordamerika, Nordafrika und Asien vor.Die
zur Pinselherstellung verwendeten Wieselschweife werden
vornehmlich aus China importiert. Das sog. Rotmarderhaar
ist in der Farbe nur geringfügig dunkler als das Kolinsky
Haar, aber wesentlich kürzer. Es ist ebenfalls feinspitzig
und elastisch, jedoch qualitativ nicht vergleichbar
mit dem hochwertigen Kolinsky Haar. Rotmarderhaare werden
primär zu hochwertigen Aquarell-, Ölmal-, Retuschier-
und Schriftpinseln verarbeitet.
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Iltishaare
Der Iltis ist eine Marderart, die über ganz Europa, Nordafrika
und Asien verbreitet ist. Zur Pinselherstellung verwendet man
die Schweifhaare. Das Iltishaar ist relativ kurz und eignet
sich daher für kleine Feinhaarpinsel im Aquarell- und Ölmalbereich.
Fehhaar
„Feh“ ist die Bezeichnung der Pelz- und Pinselindustrie
für Eichhörnchen. Man unterscheidet vier verschiedene Arten
von Fehhaaren zur Pinselherstellung, die alle vom Schweif der
Tiere gewonnen werden: das kanadische Fehhaar, das blaue Fehhaar,
Kasan Fehhaar und Talutky Fehhaar. Diese variieren alle in Farbe
und Herkunftsgebiet. Das Fehhaar ist sehr fein und geschmeidig,
jedoch wesentlich weniger elastisch als das Rotmarderhaar. Es
besitzt den kleinsten Durchmesser aller für die Pinselproduktion
verwendeten Naturhaare. Sie bilden das bevorzugte Besteckmaterial
für Aquarell-, Porzellan- und Vergoldepinsel.
Rindsohrenhaare
Rindshaare stammen von den Ohrenhaaren alpenländischer und
südamerikanischer Rinder. Sie haben eine kräftige Konsistenz,
lange feine Spitzen und fallen in einer Länge von 12 cm an,
daher werden Rindshaare bevorzugt für Ölmalpinsel und alle jene
Pinsel verarbeitet, die einen langen Haarbesatz haben, wie Schlepper-,
Plakatschreiber und
Schriftenpinsel. Die weißen Feinhaare werden gern rotmarderähnlich
gefärbt und kommen dann entweder als „Rotmader-Imitation“ (reines
Rindshaar gefärbt) oder als Beimischung (vermischt mit echtem
Rotmaderhaar) auf den Markt. Diese Beimischungen dürfen nicht
das Etikett „Echt Rotmader“ tragen, sondern lediglich als „Rotmader“
bezeichnet werden. |
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Dachshaare
Für die Gewinnung von Pinselhaaren wird das gesamte Fell
des türkischen und chinesischen Dachses verarbeitet. Das bis
zu 12cm lange Kammhaar vom Rücken ist begehrtes Material für
hochwertige Rasierpinsel und Dachsvertreiber. Das kürzere Haar
der Seitenpartien wird für Glas- und Porzellanmalpinsel verwendet.
Ziegenhaare
Die schwarzen, grauen und weißen Ziegenhaare werden zumeist
aus Japan oder China importiert. Das Ziegenhaar ist qualitativ
minderwertig, deshalb verwendet man es für billige Schulmalpinsel,
Kosmetikpinsel und im Industriepinselbereich.
Ponyhaare
Ponyhaar für die Pinselherstellung stammt überwiegend vom
Fell verschiedener asiatischer und südamerikanischer Kleinpferde.
Es ist ebenfalls von minderer Qualität und wird hauptsächlich
zu Schul- und Hobbymalpinseln verarbeitet.
Naturborsten
Die
für die Pinselherstellung verwendeten Schweineborsten stammen
aus China. Chinesische Borsten sind preisgünstig und hochwertig.
Die Schweine werden üblicherweise in Freilandaufzucht gehalten
und entwickeln dadurch ein dichteres und kräftigeres Borstenkleid.
Sie eignen sich hervorragend zur Besteckung hochwertiger Borstenmalpinsel.
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